- Eine gute Zeit -

@Pascal Böhm

 

Lange Feiertagswochenenden sind perfekt, um mit Freunden einen gemeinsamen Trip zu wagen. So machten mein Kumpel Malte und ich uns am Vatertagswochenende auf den Weg ins Rheintal, um einen traumhaften, glasklaren Baggersee zu beangeln.

 

Pünktlich wie selten wurde der letzte Arbeitstag der Woche beendet. Der Bulli wurde beladen und wir machten uns schnellstmöglich und hoch motiviert auf die ca. 250km lange Fahrt. Endlich angekommen lösten wir zügig unsere Angelkarten, stärkten uns beim Dönermann gegenüber und machten uns auf zum See. Nach ca. 25-minütigem Fußmarsch mit vollbepackten Trollys kamen wir um 21 Uhr am See an. Wie wir schon erwartet hatten herrschte bereits enormer Angeldruck, was uns die Platzwahl allerdings sehr einfach machte. Um dem Druck der anderen Angler zu entgehen, suchten wir uns einen sehr ruhigen Bereich und sahen kurz darauf auch schon einige Fische im letzten Licht des Tages springen. Das bestätigte natürlich unsere Entscheidung. Da unsere Angelerlaubnis erst ab dem nächsten Tag galt, verbrachten wir den Rest des Abends damit die Ruten vorzubereiten und unser Vorgehen zu überlegen. Um 00.00 Uhr flogen dann die Montagen ins Wasser. Ich entschied mich dafür, zwei Singlehookbaits in Richtung der springenden Fische zu werfen. Malte entgegen fütterte schon einige Spombs Futter über seine Ruten und wir begaben uns direkt in die Waagerechte um am nächsten Morgen zeitig mit der genaueren Stellenwahl zu starten.

Mit Solid Fish und Habanero Boilies, Teig und ordentlich L030 Aminol Fischprotein bekamen wir schnell Bisse.

 

Bereits mit den ersten Sonnenstrahlen bekam Malte den ersten Lauf und konnte einen schönen, kleinen Spiegler fangen. Der erste Morgen verging wie im Flug und bis zum Mittag hatten wir beide unsere Plätze gefunden. Malte angelte auf einem Plateau in 3m Tiefe was zu allen Seiten ziemlich Steil auf 6-7m abfiel und fütterte eine Mischung aus halbierten und ganzen Solid Fish und Habanero Boilies in verschiedenen Größen, die er mit L030 Aminol verfeinerte. Ich ging davon aus das die meisten hier auf hartem, kiesigen Boden angelten und suchte deshalb nach dem genauen Gegenteil. Schnell fand ich eine recht große und lehmige Area in 6m Tiefe, perfekt! Ich setzte auf einfaches Füttern mit dem Wurfrohr und fütterte zum Start einige Hände Boilies in gemischten Größen, auch ich nahm die Sorten Solid Fish und Habanero. Als Hakenköder wählte Malte seinen geliebten „Schneemann“ mit Krill Pop-Up und Habanero Boilie. Ich setze auf kleine Schneemänner aus 15mm Solid Fish und einem halben Pop-Up drüber. Malte schien den perfekten Platz gewählt zu haben, denn dieser lief von Minute 1. Durch perfektes Teamwork konnten wir in kürzester Zeit einige kleine Fische fangen, den Satzern aus dem Vorjahr schien der sehr gut gedeckte Tisch zu gefallen.

 

Potenzial hatten viele der Besatzfische

 

Während der eine direkt nachfütterte, kümmerte der andere sich um den Fisch und clipte die Ruten neu. Mein Platz brauchte bis zum späten Nachmittag bevor ich den ersten Fisch fangen konnte, allerdings schienen die Satzer einfach nur weiter gezogen zu sein. So fingen wir am ersten Tag, bis auf einen Fisch der knapp die 10kg Marke durchbrach, ausschließlich Satzkarpfen. Diese machten aber mindestens genauso viel Spaß wie ihre großen Vertreter.

 

Endlich ein Besserer für Malte...

 

... und die Satzer kamen vorerst bei mir an

 

Am nächsten Morgen bekam ich dann einen sehr zaghaften Biss. Direkt nachdem ich die Rute aufgenommen hatte merkte ich, dass diesmal einer der besseren am anderen Ende zog. Nach langem Drill konnte Malte uns dann einen der besten Spiegler im See keschern. Wir waren „over the moon“ wie man so schön sagt und konnten kaum fassen wie gut unsere Taktik bis dahin aufging.

 

mein neuer PB - besser konnte es kaum laufen

 

Das ganze Wochenende sollte es so weitergehen und wir fingen konstant Fisch. Zu unserer Freude stiegen auch die Gewichte und wir konnten zwischen den ganzen Satzern einige bessere Fische fangen. Natürlich verging das Wochenende wieder viel zu schnell und als wir unsere Sachen zusammen packten, konnten wir kaum glauben was wir mit rund 27 Läufen erlebt hatten. Wir waren zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit.

 

Abschließend bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen: Geht raus und habt einfach eine gute Zeit. Fern von Leistungsdruck und Stress, denn diese Sachen sollten am Wasser keinen Platz finden.

 

 

Bis dann, Pascal Böhm