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Sa

07

Apr

2018

- It's all about... the drive! -

@Sebastian Hottenrott


Die Rute pfeift ab, ich sitze senkrecht! Watstiefel, Zelttür, (Achtung!) rutschige Baumwurzeln und ein versucht koordinierter letzter Schritt die kleine Böschung runter. Außer Atem und mit Toastbrot-Knien stehe ich im Wasser. Adrenalin, Anspannung und Angst geben sich abwechselnd die Klinke in die Hand. Zurecht! Die letzten Monate klebte der Mist förmlich an meinen Ruten und Fingern zugleich. Oder war er etwa Nährboden meiner geistig nicht zu Ende gezündeten Hirngänge? Entscheidungen, die im Nachhinein betrachtet nicht wirklich entschieden wurden und ich mich damit zufrieden gab, daß ein halbgarer Brei meine Leibspeise sei. Shit happens?! Wie auch immer... der Fisch gibt Gummi, flüchtet ins Tiefe hinter der Krautbank. Langsam und mit dem nötigen, schon beinahe verlernten Druck, bekomme ich ihn Meter für Meter in Richtung Kescher. "In the net!" würde man jetzt (in England) schreien. Ich konnte nix von mir geben, auch kein Schrei. Nix! Ich war irgendwie nicht ganz bei mir. Gut, vielleicht ein leises Schnaufen, was sich später beim Hochtragen des kostbaren Gutes in ein lauter werdendes Grunzen entwickelte. Endlich mal ein Grunzen mit 'Happy End' – und nicht aus Ärger oder Frustration. Es ist ein Guter, mein dritter deutscher Fisch des letzten Jahres. Im letzten Herbst genau genommen! Ja, mein Dritter und nicht der 150igste take in der 180igsten Nacht. Tja, C'est la vie und im Großen und Ganzen umschreibt dies leider recht zutreffend meine letzte Saison 2017.

Abbinder: "Genießt die Zeit am Wasser, tight lines und alles Gute für 2018!" etc. pp. - fertig!


Spaß bei Seite, ich fang' mal am Anfang an...

Frühjahr:

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Sa

25

Nov

2017

- Zurück zum Sinn -

@Benjamin Schmidt

Ausgelaugt vom Alltag. Stress und Hektik zählen zu unserer heutigen Gesellschaft leider und immer mehr zur Normalität. Mich nicht ausgeschlossen. Meine Gedanken sind oft nicht am Wasser, da wo sie eigentlich gerne sind und oft hin gehören. Von den Medien lassen wir uns schnell lenken, alles scheint dort zum Greifen so nah zu sein. Mit Fischen über 25 oder sogar 30 Kilo, die anscheinend wie von alleine in unsere Kescher schwimmen. Wir verlieren aus den Augen, warum wir tagelang oder Wochen im Jahr am Wasser sitzen. Ich selber merkte vor zwei Jahren,  dass ich wie besessen war und unbedingt fangen musste. Es gab kaum noch Freude  über kleinere Fische mehr, weil die Enttäuschung zu groß war, dass es nicht der erhoffte 20 Kilo Fisch war. Doch damit muss Schluss sein…

 

Ich verbrachte dieses Jahr wieder drei  Wochen mit meinem Kumpel Rene und seiner Freundin im Süden Frankreichs, wo wir uns versprachen alles ganz entspannt angehen zu lassen. Einfach los fahren, nix festes, nur eine Richtung wo wir uns nieder lassen wollten. Wir landeten an einem wunderschönen See mitten in den Bergen, alles schien perfekt zu sein. Wir befischten alle Bereiche, die für uns interessant erschienen und konnten schnell die ersten Fische fangen.

 

 

 

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Fr

23

Jun

2017

- Eine gute Zeit -

@Pascal Böhm

 

Lange Feiertagswochenenden sind perfekt, um mit Freunden einen gemeinsamen Trip zu wagen. So machten mein Kumpel Malte und ich uns am Vatertagswochenende auf den Weg ins Rheintal, um einen traumhaften, glasklaren Baggersee zu beangeln.

 

Pünktlich wie selten wurde der letzte Arbeitstag der Woche beendet. Der Bulli wurde beladen und wir machten uns schnellstmöglich und hoch motiviert auf die ca. 250km lange Fahrt. Endlich angekommen lösten wir zügig unsere Angelkarten, stärkten uns beim Dönermann gegenüber und machten uns auf zum See. Nach ca. 25-minütigem Fußmarsch mit vollbepackten Trollys kamen wir um 21 Uhr am See an. Wie wir schon erwartet hatten herrschte bereits enormer Angeldruck, was uns die Platzwahl allerdings sehr einfach machte. Um dem Druck der anderen Angler zu entgehen, suchten wir uns einen sehr ruhigen Bereich und sahen kurz darauf auch schon einige Fische im letzten Licht des Tages springen. Das bestätigte natürlich unsere Entscheidung. Da unsere Angelerlaubnis erst ab dem nächsten Tag galt, verbrachten wir den Rest des Abends damit die Ruten vorzubereiten und unser Vorgehen zu überlegen. Um 00.00 Uhr flogen dann die Montagen ins Wasser. Ich entschied mich dafür, zwei Singlehookbaits in Richtung der springenden Fische zu werfen. Malte entgegen fütterte schon einige Spombs Futter über seine Ruten und wir begaben uns direkt in die Waagerechte um am nächsten Morgen zeitig mit der genaueren Stellenwahl zu starten.

Mit Solid Fish und Habanero Boilies, Teig und ordentlich L030 Aminol Fischprotein bekamen wir schnell Bisse.

 

Bereits mit den ersten Sonnenstrahlen bekam Malte den ersten Lauf und konnte einen schönen, kleinen Spiegler fangen. Der erste Morgen verging wie im Flug und bis zum Mittag hatten wir beide unsere Plätze gefunden. Malte angelte auf einem Plateau in 3m Tiefe was zu allen Seiten ziemlich Steil auf 6-7m abfiel und fütterte eine Mischung aus halbierten und ganzen Solid Fish und Habanero Boilies in verschiedenen Größen, die er mit L030 Aminol verfeinerte. Ich ging davon aus das die meisten hier auf hartem, kiesigen Boden angelten und suchte deshalb nach dem genauen Gegenteil. Schnell fand ich eine recht große und lehmige Area in 6m Tiefe, perfekt! Ich setzte auf einfaches Füttern mit dem Wurfrohr und fütterte zum Start einige Hände Boilies in gemischten Größen, auch ich nahm die Sorten Solid Fish und Habanero. Als Hakenköder wählte Malte seinen geliebten „Schneemann“ mit Krill Pop-Up und Habanero Boilie. Ich setze auf kleine Schneemänner aus 15mm Solid Fish und einem halben Pop-Up drüber. Malte schien den perfekten Platz gewählt zu haben, denn dieser lief von Minute 1. Durch perfektes Teamwork konnten wir in kürzester Zeit einige kleine Fische fangen, den Satzern aus dem Vorjahr schien der sehr gut gedeckte Tisch zu gefallen.

 

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So

05

Mär

2017

- Totgeglaubte leben länger #thepine -

Mit skeptischem Blick und Sorgenfalten auf der Stirn betrat 'Mutti' die Küche. Es sah aus wie auf dem Schlachtfeld. Schüsseln, Töpfe, ausgebreitete Geschirrhandtücher, eine Küchenwaage, Omas Kaffeemühle und Vieles mehr machten das – in Mutti´s Augen – Chaos perfekt. Mitten drin mein Bruder und ich. Sie räusperte sich die Nase und riss alle Fenster auf. Wir wussten was wir taten, hatten einen Plan. Im Dunst der köchelnden Töpfe auf dem Herd schauten wir uns fragend an: „Riecht doch angenehm süß und fruchtig“. Gut, vielleicht hat´s auch ein bisschen streng gerochen, die Aromen waren auch für uns neu und schwer einzuordnen, ob das jetzt so „richtig“ ist oder eher nicht. Sei es drum, wir waren mit unserem Ergebnis zuversichtlich und im Endeffekt zufrieden. Noch! Denn nach dem Trocknen unserer per Hand ungleichmäßig gerollten Kugeln, ersetzten erste Zweifel die anfängliche Euphorie. Die grobe Struktur und ein leichtes Zerdrücken bereiteten nunmehr auch uns Sorgenfalten auf der Stirn. Egal, in den nächsten Tagen sollte es mit unserem Werk ans Wasser gehen. Wir sollten Recht behalten und fingen Fische. Offen gesagt waren wir ein wenig erstaunt, dass die Köder auf Anhieb fingen, doch umso mehr stolz wie auch zufrieden über unsere ersten eigenen Ananas-Boilies.

 

 

Ende 2015, rund 17 Jahre später, schossen mir genau diese Erinnerungen durch den Kopf. Eine tolle und ereignisreiche Zeit mit meinem Bruder. Eine Zeit, in der man noch vieles mit Hingabe und Neugier an „Angelausrüstung“ autodidaktisch im heimischen Keller selber bastelte – und das nicht nur, weil das Taschengeld wieder längst für Angelkram ausgegeben war – und am Wasser mit Stolz und großer Freude ausprobierte. Die Angelei hat mein Bruder leider vor Jahren an den Nagel gehängt. Bei mir hat sich (zum Leidwesen meiner Frau) kaum etwas geändert und brenne bis heute für diese Leidenschaft. Mit einem Unterschied: weniger Zeit und, ich nenn's mal, einer Portion mehr an Bequemlichkeit. Das heutige Angebot an Angelausrüstung, Zubehör wie auch baits ist teilweise schon erschreckend groß und man hat Mühe sich zurecht zu finden, was man wirklich sucht und vor allem braucht und inwiefern Qualität drin steckt. Lange Rede, kurzer Sinn: Erfahrungen und Erinnerungen vergangener Tage können bei der Selektion von „gut & schlecht“ schon hilfreich sein. Was das Futter betraf stand der Plan für 2016 fest und durch meinen Kopf sprudelten mehr und mehr vergangene (Angel)Momente mit meinem Bruder – und dem Ananas Aroma...

 

Viel Freude beim Stöbern und vielleicht erinnert auch ihr Euch an längst eingestaubte 'tales & tastes' -

gez. Sebastian

 

 

Frisch gekocht schmeckt´s doch immer noch am besten, oder? Quiko Birdfood und ausgelesene LT-Fischmehle geben dem Solid Pineapple zu Teilen seine Basis und Textur. Ein „Schuss“ Sweetner und englisches Ananas-Flavour komplettieren die aromatisch süße Fruchtbombe. Und ab gewissen Mengen macht Andreas natürlich auch die ein oder andere Extra-Zutat möglich.

 

 

Nicht kleckern, sondern klotzen! Zumindest am Fluss eine mögliche Strategie. Ich brachte reichlich und einzig Pineapple Boilies und Partikel ein. Die Welse blieben tatsächlich aus.

 

 

Aus der Idee wurde Realität: Der erste Fisch aus dem Fluss. Nach 24h hatten die Fische die Pineapple Boilies mit Gewissheit gefunden und angenommen. Der Frühjahrs-Trip begann...

 

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